von der Software erschlagen

Wird eine neue Software „angedroht“, ziehen alle den Kopf ein. Warum? Sollte man sie nicht freudig begrüßen? Sie soll doch helfen. Beim Training werden Bildschirminhalte nach Art eines Schnellfeuergewehrs auf die Teilnehmer losgelassen. Alles scheint von einer fernen Galaxis zu kommen und auf die Hirnstrukturen von Aliens ausgerichtet zu sein? Hatte da nicht Vera F. Birkenbihl mal was von „gehirngerecht“ gesagt? Was könnte sie nur damit gemeint haben?

Um es zu verstehen, muss man versuchen, sich in die Denke eines Software-Entwicklers hineinzuversetzen (nicht ganz leicht). In seiner Genialität denkt er nicht gradlinig auf den Punkt: Was soll erreicht werden? Nein, er ist verliebt in seine Kreativität und überrascht immer wieder mit Variationen und Phrasierungen, ganz so, wie wir es vom guten alten Mozart her kennen. Sie wissen schon, der mit der Nachtmusik.

Leider bleibt den Usern wegen vermeintlicher Arbeitsdichte und Arbeitsgeschwindigkeit für diese Genüsse kein Raum. Und schon landet die Gehirnakrobatik der Entwickler direkt in der Tonne. Welch ein Verlust.

Die vier Stufen der Entwicklung haben sich noch nicht herumgesprochen, von denen die vierte „unbewusste Kompetenz“ heißt. Schlicht gesagt Betriebsblindheit. Nur in diesem Zustand kann Software etwas bringen.

Und schon sind wir wieder bei den Arbeitsabläufen. Werden die Ihnen nicht vom Softwarehaus geliefert, was eine Selbstverständlichkeit sein sollte (welch unsittliches Ansinnen), dann erstellen Sie sich selbst einen. Ihre Kolleginnen und Kollegen danken es Ihnen, weil sich die Software dann autodidaktisch erobern lässt.

Vielleicht gibt es ja mal ein geniales Softwarehaus, das ein elektronisches Handbuch mit Abläufen liefert, die jeder sofort nachvollziehen kann.

Man darf ja mal träumen, oder?

Beste Grüße aus Bliesransbach und Ihnen weiterhin eine erfolgreiche Woche
Wolfgang T. Kehl
http://www.Ablaufgestalter.de
P.S.: Möchten Sie dazu noch die Story (One-Pager) lesen? http://www.goaling.de/story/004.pdf

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