Archive for Juni 2013

Fit für Industrie 4.0 – damit niemand zu spät kommt

26. Juni 2013

Anfang 2011 wurde Industrie 4.0 von den Professoren Lukas, Kagermann und Wahlster geprägt. Zu dem Zeitpunkt mehr eine Philosophie.  Sie brachten damit zum Ausdruck, dass wir heute die Basistechnologien besitzen (z.B. Transponder-RFID , Sensoren). Der nächste Schritt industrieller Entwicklung ist vorgezeichnet. Sehr schnell konnten Konzerne gewonnen werden, um erste Konzepte zu entwickeln: „Smart factory“.

Die Technologien selbst sind nicht grundsätzlich neu, aber erst jetzt so weit herangereift, dass eine kommerzielle Nutzung möglich ist.

 Radiosender (RFID Tag) für 2 Cent
je Stück von der Rolle.

 Man kann sich vorstellen, dass der Acker – mit Sensoren bestückt – zukünftig dem Landwirt meldet: „Ich bin zu trocken.“

Die Basis von Industrie 4.0 sind

  • neue Technologien gepaart mit
  • neuem Denken.

Die Technologien sind da. Das Denken muss sich noch entwickeln. Noch können wir uns die Möglichkeiten nicht vorstellen, die Industrie 4.0 bietet. Was geschieht, wenn Maschinen Entscheidungen treffen? Was geschieht, wenn sich aufgrund der Freiheitsgrade Abläufe ergeben, die noch nie gedacht wurden? Wie kann man das so eingrenzen, dass nichts aus dem Ruder läuft? Es ist spannend. Sehr spannend.

Industrie 4.0 unterscheidet die drei Säulen

  1. assistierter Bediener
  2. kommunizierende Maschine
  3. intelligentes Produkt.

zu 1. – Der Bediener bekommt Hilfen, die ihm nicht immer bewusst sind.

zu 2. – Die Maschinen stimmen sich untereinander über den optimalen Ablauf ab.

zu 3. – Von jedem Produkt können Informationen abgerufen werden, die den Produktionsablauf und die Verwendung optimieren: Die Karosserie ruft: „Spritz mich grün.“

Im Gegensatz zu den vorhandenen Steuerungen hat Industrie 4.0 keine festen Abläufe. Durch die Kommunikation zwischen Produkt und Maschine ergibt sich für die Abläufe ein Variantenfeld mit unendlich vielen Ablauf-Varianten. Was bringt es?

  • Entlastung und gleichzeitige Herausforderung der Menschen
  • bessere Nutzung und höhere Flexibilität der Anlagen
  • reduzierter Verbrauch der Ressourcen
  • schnellere Durchläufe.

Die Produktion optimiert sich selbst. Dies setzt neues Denken mit neuem Bewusstsein voraus. Bestehende Denkschienen sind zu verlassen oder besser, sie sind zu zerstören. Es reicht nicht, Bestehendes weiterzuentwickeln. Man muss „neu“ Denken, bei „Null“ starten.

Produktions-Anlagen verschiedener Größe werden entstehen. Von kleinen Inseln bis zu komplexen Produktionsanlagen. Wer im Wettbewerb bestehen will, verzichtet nicht auf Industrie 4.0. Die Betreuung dieser Anlagen stellt an das Fachpersonal höhere Anforderungen. Die Bediener werden durch Assistenz-Systeme entlastet. Es entstehen neue Qualifizierungen und neue Berufsbildern.

Auch wer nicht direkt betroffen ist,
ist betroffen.

Ein optimaler Nutzen ergibt sich, wenn auch das Umfeld der neuen Anlagen nach der Industrie 4.0 Denke gestaltet ist. Wer es nicht macht, verschwendet Ressourcen. Der Umdenkungsprozess wird darüber entscheiden, wie schnell sich ein betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftliche Nutzen ergibt.

 Von der Natur programmierte Veränderungs-Hürden
stabilisieren unser Denken.

Wir müssen Wege finden, die Veränderungs-Hürden zu überwinden. Die folgenden Schritte sind zu gehen:

  • Prozess-Bewusstsein
  • Prozess-Verständnis
  • Prozess-Entwicklung
  • Prozess-Kreativität
  • Prozess-Philosophie

Prozesse werden vorwiegend mit dem Verstand entwickelt. Das ist zu kurz gegriffen. Zukünftig ist es die bewusste Intuitionen, die Geistesblitze aus dem Unterbewusstsein, die optimale Prozesse aus ganzheitlicher und nicht aus lokaler Sicht entstehen lassen.

 Verstandesgemäße Prozess-Gestaltung ist zu eng gesehen.
Intuitionen müssen bewusst erzeugt und genutzt werden.

 Die ganzheitliche Sichtweise bewahrt vor der Sackgasse.

Ein Bremsenhersteller hatte seine Produktionsabläufe entwickelt. Alles war peinlich sauber und übersichtlich. Die Aussage der Verantwortlichen: „Wir haben alles getan und wissen nicht, was wir weiter optimieren können.“ Das Unternehmen war in eine Sackgasse geraten. Da kann nur noch die ganzheitliche Betrachtung oder gar ein Paradigmenwechsel helfen. Wenn dies nicht geschieht, werden die Kosten zum unerträglichen Druck.

Besonders bei den Prozessen, die von Menschen geführt werden, ist noch erheblicher Handlungsbedarf. Aussage:
„Der Mitarbeiter suchte eine Anleitung in einem Handbuch – fand sie auf Seite 328 – hat sie gelesen – nichts verstanden.“
Hier fehlt das Bewusstsein für grundsätzliche Zusammenhänge. Eine Prozessdokumentation muss gehirngerecht sein, sonst kann sie nicht gelernt werden und zu einem neuen Verhalten führen.

Die Betriebsblindheit hindert
die bewusste Prozess-Entwicklung.

Der Entwicklung der von Menschen geführten Betriebsabläufe stehen zwei wesentliche Hürden entgegen

  1. Jede wiederholte Tätigkeit wird zur Routine und landet in der Betriebsblindheit.
  2. Ein neuer Ablauf wirkt erst, wenn er zu einer neuen Gewohnheit wurde.

Einen großen Vorteil haben die Unternehmen, die die goaling Ablauf-Gestaltung praktizieren. Weitere Informationen unter http://www.ablaufgestalter.de . Die goaling Ablauf-Gestaltung geht an die Wurzeln. Sie betrachtet die Zusammenhänge nicht nur operativ, sondern ganzheitlich. So lässt sich auch ein interessanter Einfluss auf die Unternehmensrendite darstellen und verwirklichen.

 Die goaling Ablauf-Gestaltung
ist auch ein Fitness-Training
für die optimale Nutzung
von Industrie 4.0.

Die Trainingsprogramme der goaling Ablauf-Gestaltung erschließen die bewusste Ablauf-Entwicklung auf leichte Weise. Plötzlich wird alles anders gesehen und es ist völlig klar, was geschehen muss. Die Mitarbeiter erkennen, dass sie nur so vom wachsenden Arbeitsdruck loskommen. Schon die Gestaltung eines einzelnen Arbeitsablaufes wirkt wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Er zieht Kreise durch das ganze Unternehmen.

Was bringt die goaling Ablauf-Gestaltung

  • alles wird mit anderen Augen gesehen
  • die Betriebsblindheit verflüchtigt sich
  • neue Abläufe werden schnell zu einer neuen Gewohnheit
  • einmal entfacht, gehen die Entwicklungen wie ein Lauffeuer durch das Unternehmen
  • Grenzen lösen sich auf
  • überall werden Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt und umgesetzt.

Wer die Inhalte der goaling Ablauf-Gestaltung nicht verinnerlicht, hat es schwer, die Chancen von Industrie 4.0 umfassend zu nutzen. Er wird zunehmend unter Druck geraten. Wir erleben, wie sich technologische Entwicklungen ständig beschleunigen. So wird die IT-Hardware alle zwei Jahre neu erfunden.

 Warten Sie nicht.
Entwickeln Sie Ihre „Industrie 4.0 Strategie“.
Industrie 4.0 ist heute.

Ihre Chancen

Gehen Sie den folgenden Fragen nach und entwickeln Sie aus den Antworten Ihren „Industrie 4.0 Aktionsplan“:

  • Welche Bereiche Ihres Unternehmens könnten direkt oder indirekt betroffen sein?
  • Was könnte Industrie 4.0 dort bewirken?
  • Welche Chancen lassen sich dort darstellen?
  • Wie können Sie die Chancen nutzen?
  • Wie würde sich das auf das Betriebsergebnis auswirken?
  • Welche Ihrer Kunden können aus Industrie 4.0 einen Nutzen ziehen?
  • Welchen Beitrag können Sie dazu leisten?
  • Welche Module Ihres Leistungspaketes sind betroffen?
  • Welche neuen Varianten könnten für Ihre Kunden nützlich sein?

Bilden Sie Ihre Chancen in einem goaling Drehbuch ab und gehen auf die Erfolgsspur.

Ihr
Wolfgang T. Kehl
der Ablaufgestalter
kontakt@goaling.de
http://www.ablaufgestalter.de
Tel. 06805 221-91

Die beiden Plagegeister – Rendite im Schraubstock

3. Juni 2013

In jedem Unternehmen tummeln sich zwei listige Burschen, die immer wieder für Probleme sorgen. Von Fall zu Fall können sie auch ein Unternehmen an den Rand des Absturzes bringen. Wer sind diese Plagegeister?

Plagegeist 1 erzeugt ununterbrochen Kostendruck
Plagegeist 2 sorgt für ständigen Preisverfall.

Die beiden sind wie die Stahlbacken eines Schraubstockes, der sich langsam zudreht. Keine sehr angenehme Vorstellung.

Wir sollten sie näher kennen lernen, um sie in Griff zu bekommen und sie uns nicht mehr schaden können. Dazu geben wir ihnen erst einmal einen Namen und werden mit  ihnen vertraut. Wie wäre es mit

 „Gibaus“ für den Plagegeist 1, den Kostendruck und
„Lassnach“ für den Plagegeist 2, der Preisverfall.

Das fühlt sich doch schon gut an. Aber was steckt eigentlich dahinter? Was treibt die beiden an? Es ist das fundamentale „Gesetz des Ausgleichs“. Wir erleben es täglich mit allen seinen Sekundärerscheinungen. Baut sich zwischen Himmel und Erde ein Spannungspotenzial auf, schafft die Natur mit einem Blitz den Ausgleich. Haben wir einen Muskel übertrainiert, folgt eine Auszeit. Eine der bekanntesten Sekundärerscheinungen ist die Schwerkraft. Sie sorgt dafür, dass alles ruhig am Boden bleibt und nicht unkontrolliert durch die Luft fliegt.

Schön und gut, aber was bedeutet das jetzt für das Unternehmen? Apple sammelte ein beachtliches Vermögen an. Man schaffte es „Lassnach“ zu bezwingen, in dem es gelang Leistungen zu kreieren, die den mehrfachen Preis anderer Produkte erzielen. Man hatte auch „Gibaus“ im Griff. Es flossen Gelder, die vielfach zurückkamen.

Ein schöne Geschichte, aber kann das jedes Unternehmen schaffen? Ja, zumindest kann es in die Richtung gehen.

„Gibaus“
Denken wir doch einmal nach, was tagtäglich in einem Unternehmen geschieht. Überall lauert „Gibaus“: Ein neues Smartphone mit einem Supervertrag wäre doch toll. Dieses Journal-Abo verschafft doch viel Wissen. Wir kaufen die Teile dort, wo wir sie schon immer gekauft haben. Auf dieses oder jenes zu verzichten wäre eine Einbuße an Komfort. Eigentlich soll ja jede Ausgabe mit einem kräftigen Return im Sinne einer Investition belohnt werden. Am Anfang ist das ja auch der Fall, aber dann schrumpft der Return und man hat die Sache aus den Augen verloren.

Wenn wir in einem Unternehmen mit der Aktion „alpha 15“ starten und die Kosten sinken wirklich um fünfzehn Prozent, kann man sich nicht erklären, wo die denn vorher gesteckt haben. Aber gehen Sie nur mal der Aussage „Psychostress schafft Kostendruck“ nach, dann erkennen Sie schnell, wie Sie belohnt werden, wenn Sie allein diese Goldader anzapfen.

„Lassnach“
Und wie sieht es mit „Lassnach“ aus? Ihre Spitzenleistungen von heute sind morgen banal und damit austauschbar. Bei austauschbaren Leistungen feiert „Lassnach“ fröhliche Feste und die Rendite schmilzt, wie die Butter in der Sonne.

Was tun? So brutal es auch klingen mag: „Zerstöre Dein Unternehmen, bevor es andere tun.“ Nein, Sie müssen nicht immer wieder bei Null anfangen. Denken Sie täglich darüber nach, was morgen anders sein wird, als heute. Am besten geht das mit den Regeln der goaling-Positionierung. Dann wird das Unternehmen automatisch immer wieder neu erfunden. Ein wesentlicher Teil des Programms sind die goaling-Nutzentechniken. Da erleben Sie Kundennähe pur und erhalten immer neue Entwicklungsimpulse. Jeder der es erlebt hat, bestätigt es. So können Sie „Lassnach“ eine lange Nase machen und er erkennt, dass bei Ihnen nichts zu holen ist.

Ist das so einfach?
Ja, das ist es. Wer die Spielregeln nicht kennt, steht vor einer unüberwindlich erscheinenden Komplexität und findet den Faden nicht, um ein geordnetes Knäuel zu wickeln.

Komplexität in Einfachheit auflösen.

Die Menschen neigen dazu bei allen Veränderungen, das zu entdecken, was sich nicht ändern lässt. Wird über das Pensionsalter 67 gesprochen, fallen einem sofort die Dachdecker ein, bei denen das unmöglich gehen kann.

Diese Gegenpositionen erfindet unser Verstand in Blitzeseile, denn er hat ja Erfahrungen gesammelt. Er ist mit den genannten Aktionen überfordert. Da brauchen wir die Unterstützung des Unterbewusstseins. Ich nenne es „George“. Damit der Verstand George zu Worte kommen lässt, muss er erstmal beruhigt werden. George wird mit der Komplexität spielend fertig, auch wenn wir staunend daneben stehen und uns nicht erklären können, wie er das gemacht hat.

Einfache Spielregeln
George geben wir ein paar einfache Spielregeln, wie er mit „Gibaus“ und „Lassnach“ umgehen soll. Wir können uns dann entspannt zurücklehnen. Diese einfachen Spielregeln wirken wie ein starker Magnet, der alles in unserem Sinne ordnet.

Einfache Spielregeln ordnen die Komplexität.

Wer den beiden Plagegeistern „Gibaus“ und „Lassnach“ zu Leibe rückt hat die ganze Unternehmensentwicklung im Griff und kann sich über sagenhafte Renditen freuen. Ist das nicht einfach? Bauen Sie einfach einen neuen Schraubstock, dessen Backen weit geöffnet sind. Das ist vergleichbar mit einer Produkt-Lebenskurve, wenn das Unternehmen nicht mit der Kurve streben will, steigt es auf eine neue Produktlinie um.

Sie möchten Ihr Unternehmen „zerstören“, um es neu zu erfinden? Dann rufen Sie an: 06805 221-91. Ich freue mich auf Sie.

Ihr
Wolfgang T. Kehl
kontakt@goaling.de
06805 221-91