Entwicklung – evolutionär oder disruptiv?

Entwicklungen geschehen. Was treibt sie an? Wie schnell geschehen sie? Welche Richtung haben sie? Sollte man reagieren oder agieren? Wie kann man den größten Nutzen daraus ziehen? Ziemlich viele Fragen, werden Sie sagen. „Wo soll ich da anfangen?“

Die gute Nachricht: Sie haben die Möglichkeit Entwicklungen mitzubestimmen. Wie kann das gehen? Machen Sie sich bewusst was geschieht. Gehen Sie dazu z.B. der Frage nach: Was gab es vor zwanzig Jahren noch nicht? Welche Rolle haben Ihre Aktivitäten dabei gespielt? Der nächte Schritt ist es dann, sich nach vorne zu positionieren. Je stärker Ihre Positionierung, desto stärker Ihr Einfluss auf die Entwicklung.

Steve Jobs war einer, der die Welt mit seinen Ideen prägte und auch noch nach seinem Tod weiter prägen wird. Grenzen waren für ihn nur dazu da, sie zu überschreiten. Er ging davon aus, dass alles, was vorstellbar ist, auch realisiert werden kann. Er akzeptierte kein „Nein“. In seinem tiefen Inneren wusste er, dass es einen Weg gibt und wenn nicht, dann musste man ihn bauen.

 Beim 20. Jahrestag der ZWF, in Saarbrücken, sprach Dr. Joseph Reger, CTO von Fujitsu Deutschland. Seine Aussage:

„Evolutionäre Entwicklungen sind Vergangenheit.
Disruptive Entwicklungen sind angesagt.“

Alles, was da ist, muss aufgelöst, „zerstört“ werden. Das Bestehende würde sonst Entwicklungen behindern, würde die Chancen versperren. Sicher kennen Sie auch die Aussage:

„Zerstöre dein Unternehmen, bevor es andere tun.“

 Dr. Reger „zerstörte“ bei seinem Vortrag auch gleich die sogenannte Binsenweisheit: „Man muss das Rad nicht neu erfinden.“ Er vertritt die Meinung, dass dies sehr wohl geschehen muss: „Das Rad kann nicht die optimale Lösung sein, sonst hätten die Geschöpfe der Natur Räder.“

Kommen wir zurück in den Unternehmer-Alltag. Wo sehen Sie sich auf der Skala von „0“ bis „100“.

„0“              – Wir entwickeln uns passiv
„100“          – Wir entwickeln uns disruptiv

mein Ergebnis:                  .
Wie interpretieren Sie Ihr Ergebnis? Wie erfolgreich werden Sie damit zukünftig sein? Sehen Sie einen Handlungsbedarf? Welchen?

Liegt Ihr Ergebnis nicht weit von „0“ entfernt, werden Sie die Aussagen eher verwirrend als klärend empfinden. Aber Sie wissen ja: „Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.“ Und was ist der erste Schritt? Starten Sie Ihr „goaling-Drehbuch“. Einfach anfangen. Bleiben Sie dran  und die Entwicklung geht voran. Es fällt eine Grenze nach der anderen.

Wenn Sie sich Ziele setzen, denken Sie bitte daran:

„Jede Orientierung an bestehenden Ergebnissen ist eine Begrenzung.“

Das Einzige, was zählt, ist Ihr Potenzial und das ist wesentlicher größer, als Sie es sich vorstellen können. Vergessen Sie auch „best practice“ oder „benchmark“. Auch TQM und Lean Management bringen Sie nicht weiter. Diese Methoden betonieren den Ist-Zustand. Alles, was nicht darauf ausgerichtet ist, die Potenziale auszuschöpfen, ist zu kurz gegriffen und somit Geldverschwendung.

Die kleinen Schritte von heute sind morgen schon überholt.

Wo sollten Sie beginnen?
Ganz besonders lohnt es sich, die Abläufe zu „zerstören“ und neu zu erfinden. Fangen Sie dort an, wo es besonders klemmt, dann haben Sie wieder Luft. Das weitere Gebiet, wo es viel zu bewegen gibt, ist das Leistungspaket. Meistens hinkt es hinter den Kundenbedürfnissen her, die sind schon weiter vorne. Denken Sie mal am Starbucks und Nespresso, die den Kaffee neu erfunden haben.

Die rasanten Entwicklungen sind nicht Zukunft. Sie sind Gegenwart, auch wenn Sie noch nicht direkt damit konfrontiert sind.

Viel Spaß beim „Zerstören“. Es ist die vorrangige Aufgabe heutiger Unternehmensführung.

Wolfgang T. Kehl
kontakt@goaling.de
Tel: (49) 06805 / 221-91
http://www.goaling.de
http://www.goalingtoolbox.de

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