Entschleunigung – ein Modewort?

Letzten Freitag hatte ich Gelegenheit an dem Workshop „Entschleunigung“ teilzunehmen. Es eröffnete sich eine neue Sicht auf Ursachen und Möglichkeiten. Da steht man dann vor der Wahl zwischen Reparatur oder Gestaltung. Reparatur bedeutet, ich mache dies und das anders, als bisher. Gestaltung bedeutet, ich gehe der Sache auf den Grund.

Was ist so schlimm an der Geschwindigkeit? Wenn eine Aufgabe fasziniert, kann es doch nicht schnell genug gehen, um zu Ergebnissen zu kommen. Das kann bis zum Flow gehen und man verliert das Gefühl von Zeit und Raum.

Negative Auswirkungen hat die Geschwindigkeit, wenn die Aufgabe nicht fasziniert, wenn sie einen Druck ausübt, wenn man kein Ende sieht, wenn es bei größter Anstrengung keine Chance gibt, fertig zu werden, wenn sie keinen erkennbaren Sinn hat. Sollte man mit solchen Aufgaben sein Leben füllen? Sollte man in seinem Auto fahren, aber ein anderer hält das Steuer in der Hand? Anders formuliert, wir verfolgen Ziele, aber nicht die eigenen.

Keine eigenen aktiven Ziele zu verfolgen trifft auf die Mehrzahl der Menschen zu. Sie kuscheln sich in der vermeintlichen Komfortzone und nehmen die Opferhaltung ein. Sie könnten ihre Gewohnheit ändern und beginnen, eigene Ziele zu formulieren und dabei in die Rolle des Akteurs schlüpfen. Es gibt genügend Gurus, die den Weg aus der Komfortzone zeigen.

Was kann man sonst noch tun? Die von Menschen geführten Prozesse werden nicht umfassend genug aktiv entwickelt. Die Folgen kennt jeder: Sucharbeit, Rückfragen, Informationsbeschaffung, Doppelarbeit, Nacharbeit, … In Summe kann sich das eigentliche Arbeitsvolumen verdreifachen. Moment, heißt das, wir brauchen nur ein Drittel zu arbeiten, wenn die Abläufe entwickelt wären? Ja.

Und das Erstaunliche daran ist, die fantastischen IT-Leistungen können uns die Arbeit der Prozessentwicklung nicht abnehmen.

Also wie kann man sich vor dem Burnout, vor Depressionen und anderen Auswirkungen schützen?

1. Beteiligen Sie sich am Zielfindungs- und Zielerreichungs-Prozess im Unternehmen. Starten Sie die zielorientierte Entwicklung des Unternehmens mit einem goaling-Drehbuch. Das ist die ideale Kommunikationsplattform. Alle sind informiert und alle machen mit. Das Tool 70-075 der goalingtoolbox beschreibt, wie ein Drehbuch entsteht.

2. Machen Sie die Arbeit spannend. Das geht mit der zielorientierten Entwicklung am besten. Lassen Sie keine Monotonie aufkommen. Der Anspannung folgt die Entspannung.

3. Entwickeln Sie die Prozesse, am besten in dem Sie es die Betroffenen machen lassen, die kennen sich aus. Hilfreich ist hier das Tool 30-136. Die Prozessentwicklung sollte ein Ziel des goaling-Drehbuches sein.

Reparieren Sie nicht, gestalten Sie von Grund auf und viel Erfolg dabei.

Beste Grüße
Wolfgang T. Kehl
kontakt@goaling.de
Tel: (49) 06805 / 221-91
http://www.goaling.de
http://www.goalingtoolbox.de

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